Für den FC Arsenal war der Transfersommer 2019 ein richtungsweisender. Die Gunners scheinen nach jahrelangem Sparen bereit, konstant größere Summen in neue Spieler zu investieren. Unlängst erzählte Arsenal-Direktor Josh Kroenke, dass man in Zukunft das proaktive Transferverhalten „weiter vorantreiben“ wolle.

In der Tat liegt Arsenal mit Gesamtausgaben von 152 Millionen Euro nur knapp hinter den beiden Klubs aus Manchester. Mit der Verpflichtung von Nicolas Pépé vom OSC Lille für 80 Millionen Euro durchbrach man in Sachen Rekordtransfer eine neue Schallmauer. Bei den Anhängern wächst die Freude über das großzügigere Ausgabeverhalten ihres Klubs.

Die Veränderung des Kaders wird mit Blick auf Arsenals Aufstellung aus dem FA-Cup-Finale 2017 deutlich. Vom letzten Titelgewinn des Klubs sind nur noch vier Spieler aus dem 18er-Kader im Verein: Héctor Bellerín, Granit Xhaka, Rob Holding und Mesut Özil.

Trio statt „Mr. Arsenal“

Verantwortlich für die neue Zeitrechnung ist auch die neue Aufgabenverteilung im Klub. Wo einst Arsène Wenger als allmächtiger Manager neben den sportlichen Aufgaben auch für Transfers und die finanziellen Aspekte bei Vertragsabwicklungen zuständig war, übernehmen inzwischen drei Personen diese Aufgaben.

Head of Football“ Raul Sanllehi, Generaldirektor Vinai Venkatesham und seit diesem April auch Ex-Gunner Edu als Technischer Direktor teilen sich die Zuständigkeiten und arbeiten eng zusammen, um den Klub erfolgreich in die Zukunft zu führen. Sanllehi war vor seinem Amtsantritt im September 2018 zehn Jahre lang als Direktor Profifußball beim FC Barcelona tätig.

Bei den Fans hat der 52-Jährige bereits einen hervorragenden Ruf. Er ist laut den Fans „Der Typ, der endlich Geld ausgibt“. Nur ein Jahr nach dem Ende der 22-jährigen Ära von Arsène Wenger scheint man beim FC Arsenal den Abgang des Franzosen vollkommen verarbeitet zu haben.