Gewinner

Jérôme Boateng: Nach Saisonende von Uli Hoeneß noch als „Fremdkörper“ abgetan und mit einer Wechselempfehlung bedacht, kam Boateng topfit aus dem Urlaub. Nach starker Vorbereitung deutet vieles auf einen Verbleib und sogar einen Startplatz gegen den BVB für den Weltmeister hin.

Renato Sanches: Genau wie Boateng galt Sanches als Wechselkandidat. Seinem Unmut machte der Portugiese öffentlich Luft. Doch nach einem Gespräch mit Kovac war klar: Sanches bleibt. Insbesondere gegen Fenerbahce (6:1) zeigte sich der Mittelfeldmann extrem spielfreudig. Packt er nun endlich den Durchbruch?

Thomas Müller: Da in Kovacs neuem 4-3-3-System Müllers Lieblingsposition wegfällt, drängte sich die Frage auf, ob der Vize-Kapitän seinen Stammplatz behält. Durch die Verletzung von Gnabry wird Müller nun erstmal auf dem Flügel gesetzt sein. Mit drei Toren gegen Fener gab der 29-Jährige obendrein ein Bewerbungsschreiben ab.

Fiete Arp: Als junger Angreifer, der nicht mal beim Zweitligisten HSV einen Stammplatz hatte, wurde Arp zunächst mit Skepsis beäugt. Doch schon während der USA-Tour ließ der 19-Jährige als Flügelstürmer sein Können aufblitzen. Gegen die Spurs erzielte er in bester Torjägermanier seinen ersten Bayern-Treffer. Weitere sollen folgen.



Verlierer

Benjamin Pavard: Da mit Hernández ein anderer Neuzugang vorerst ausfällt, schien der Platz neben Süle in der Innenverteidigung für Pavard reserviert. Doch Boateng lief dem Ex-Stuttgarter, der gegen Arsenal (1:2) und Tottenham arg wackelte, den Rang ab. Pavard muss um Einsatzminuten kämpfen. Immerhin: Gegen Milan (1:0) überzeugte der französische Weltmeister.

Javi Martínez: Die Testspiele machen deutlich, dass Kovac fortan mit dem Spanier als Innenverteidiger plant. Dort heißt die Konkurrenz aber Süle, Boateng, Pavard und Hernández – keine guten Aussichten. Zudem ist Martínez nach einem Schlag im Spiel gegen Fener angeknockt. Zu Saisonbeginn droht ihm die Bank.

Hasan Salihamidzic: Rodri, Sané, Hudson-Odoi: Keiner der drei Wunschspieler des FCB fand bisher den Weg an die Säbener Straße. Das wirft kein gutes Licht auf Brazzo, dem die wichtige Aufgabe obliegt, den Umbruch durch Transfers zu gestalten. Bis zum 2. September bleibt Zeit, dann schließt das Wechselfenster.

Niko Kovac: Zwar erledigte der Coach seine Kernaufgabe und brachte sein Team in eine gute Frühform. Wegen der öffentlichen Abkanzelung von Rummenigge aufgrund von Kovacs geäußerter Zuversicht im Sané-Poker, ist der Kroate aber auch ein Verlierer der Vorbereitung. Sein Boss ist ganz offensichtlich kein Kovac-Fan, worunter das Standing des Trainers leidet.

Die potenzielle Startelf gegen den BVB