Diego Simeone und auch die Anhänger von Atlético Madrid frohlockten im Sommer, als mit Gelson Martins einer der begehrtesten Kicker aus der portugiesischen Liga bei den Colchoneros unterschrieb – und das auch noch ablösefrei. Die außerordentliche Kündigung seines Arbeitspapiers aufgrund einer vorangegangenen Fanattacke machte dies möglich.

Doch bislang kann Martins die hohen Erwartungen nicht im Ansatz erfüllen. Auch weil Simeone dem Neuzugang gar nicht die Möglichkeit gibt. Erst kümmerliche 32 Minuten waren dem pfeilschnellen Wirbelwind in der laufenden Saison vergönnt. Und so befindet sich Martins’ Karriere langsam aber sicher am Scheideweg.

Denn schon in den vergangenen Spielzeiten wartete man vergeblich auf den nächsten Entwicklungsschritt beim portugiesischen Nationalspieler (19 Länderspiele). Bärenstarken Auftritten folgten allzu häufig Spiele, in denen Martins komplett abtauchte.

Aktuell droht der 23-Jährige den Anschluss bei den Rojiblancos zu verpassen. Um nicht vom Heilsbribger zum ewigen Talent zu verkümmern, muss Martins dringend die Rakete zünden. Was Hoffnung macht: Er wäre nicht der erste, der unter Simeone eine gewisse Anlaufzeit braucht, um dann richtig durch die Decke zu gehen.