Ganz Norwegen hofft. Erstmals seit der WM 1998 und der EM 2000 könnten sich die Skandinavier wieder für ein großes Turnier qualifizieren. Die Europameisterschaft 2020 ist das erklärte Ziel. Am Samstag erkämpfte sich Norwegen in der dritten Minute der Nachspielzeit ein 1:1 gegen den haushohen Favoriten aus Spanien.

Nur eins der vergangenen elf Länderspiele wurde verloren. Vater des Erfolgs ist Trainer Lars Lagerbeck. Der 71-jährige Schwede hat seit Februar 2017 das Kommando – und kann auf einen ganzen Pool aus Talenten, aber auch die nötige Erfahrung zurückgreifen.

Talent trifft Erfahrung

Quali-Topscorer ist Joshua King (27/AFC Bournemouth) mit vier Treffern und zwei Vorlagen. Björn Johnsen (27/Rosenborg BK) präsentiert sich ebenfalls in Torlaune, traf dreimal und legte einmal auf. Die beiden (Ex-)Hoffenheimer Tarik Elyounoussi (31/AIK Solna) und Havard Nordtveit (29) bringen die Erfahrung aus insgesamt 110 Länderspielen mit, Kapitän Stefan Johansen (28/FC Fulham) hat 52 Einsätze auf dem Buckel, im Tor steht Hertha-Keeper Rune Jarstein (35).

Für frischen Wind sorgen Innenverteidiger Kristoffer Ajer (21/Celtic Glasgow), Mittelfeldmann Sander Berge (21/KRC Genk) sowie Real Madrids Offensivjuwel Martin Ödegaard (20/Real Sociedad). Und das nächste Toptalent bringt sich in Stellung: Anfang September debütierte Erling Haaland für Norwegen. Der 19-jährige Mittelstürmer bringt es bei RB Salzburg auf sagenhafte 23 Scorerpunkte (18 Tore, fünf Assists) in elf Pflichtspielen der laufenden Saison.

Lösbare Aufgaben

Vier Zähler beträgt Norwegens Rückstand zu den direkten Quali-Plätzen, auch über die Playoffs ist der Einzug in die Endrunde noch möglich. Und das Restprogramm in Gruppe F ist keine Mammutaufgabe. Am heutigen Dienstagabend (20:45 Uhr) geht es bei Tabellennachbar Rumänien um drei wichtige Punkte. Es folgen im November die Partien gegen die abgeschlagenen Färöer und Malta. Ganz Norwegen hofft.