Griezmanns Feuerprobe

Wenn Atlético Madrid und der FC Barcelona am heutigen Sonntagabend (21 Uhr) aufeinandertreffen, wird einer ganz besonders im Mittelpunkt stehen: Antoine Griezmann. Der ehemalige Publikumsliebling der Colchoneros muss sich wohl auf einen weniger netten Empfang einstellen, den ihm die Fans der Rojiblancos im Wanda Metropolitano bereiten werden. Die spanische Presse sieht das Spiel als „Feuerprobe“ für den Franzosen. Sowohl die ‚Mundo Deportivo‘ als auch die ‚Sport‘ wählen diesen Terminus auf ihrer Titelseite. Für den Franzosen ist es das erste Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub, seitdem er im Sommer nach Barcelona gewechselt war.

Liverpool marschiert weiter

Der FC Liverpool schreitet scheinbar unaufhaltsam in Richtung des ersten Meistertitels seit 30 Jahren. Durch den 2:1-Sieg über Brighton und das gleichzeitige Unentschieden von Manchester City bei Newcastle United (2:2), trennen die beiden Rivalen nun schon elf Punkte. Der ‚Telegraph‘ nimmt das zum Anlass, um mit „Eleven heaven“ zu titeln. Einen scherzhaften Verweis auf die große Punkte-Lücke erlaubt sich der ‚Daily Star‘. Dort heißt es „Mind the gap“. Eine Anspielung auf die weltbekannte Ansage in der Londoner U-Bahn, die Zugpassagiere vor der Lücke zwischen dem Bahnsteig und den Türschwellen warnen soll. Für den ‚Independent‘ sind die Reds schlicht „unaufhaltsam“.

Die „Todesgruppe“

Nicht nur in Deutschland hat man verwundert auf die EM-Auslosung reagiert. Auch in der Sportpresse der Länder, auf die Deutschland in der Vorrunde treffen wird, ist man fassungslos. Während die französische ‚L’Equipe‘ versucht, der Gruppe etwas Gutes abzugewinnen und sie „Die Gruppe der Liebe“ nennt, scheint man in Portugal schon zu resignieren. Dort blickt die ‚A Bola‘ dem Unheil direkt ins Auge und spricht von der „Todesgruppe“. Auch wenn es auf den ersten Blick böse aussieht, kann es aber passieren, dass alle drei Mannschaften das Achtelfinale der Europameisterschaft erreichen. Die vier besten Gruppendritten werden nämlich ebenfalls einen Platz in der K.O.-Runde sicher haben.