In den ersten drei Ligaspielen konnte Real Madrid nur einen Sieg einfahren. Wirklich eingespielt sind die Königlichen noch nicht, Trainer Zinedine Zidane hat auch schon mehrere Aufstellungsvarianten durchprobiert. Eine Konstante ist in jedem Fall Casemiro.

Der zweikampfstarke Brasilianer ist auf der Position im defensiv-zentralen Mittelfeld gesetzt und verpasste bisher keine Minute. Auf lange Sicht dürfte die Abhängigkeit von Casemiro für Real aber zum Problem werden. Denn eine wirkliche Alternative zum Balleroberer findet sich im Kader des Rekordmeisters nicht.

Mittelfeld zu dünn besetzt

Eigengewächs Marcos Llorente wäre eine solche gewesen. Den 24-Jährigen ließen die Madrilenen aber ausgerechnet zu Stadtrivale Atlético ziehen. Zum damaligen Zeitpunkt hoffte man noch, dass Paul Pogba von Manchester United Llorentes Platz einnehmen würde. Weil Manchester United von seiner Ablöseforderung in Höhe von 200 Millionen Euro aber nicht abrückte, kam der Wechsel nicht zustande.

Zidane stehen mit Luka Modric, Toni Kroos, James Rodríguez und Federico Valverde noch weitere zentrale Mittelfeldspieler zur Verfügung. Einen Casemiro kann aber keiner der Genannten ersetzen. Und jedes Spiel über 90 Minuten wird der 27-Jährige nicht bestreiten können. Engpässe, die man durch einen geeigneten Neuzugang hätte vermeiden können, sind vorprogrammiert.