Mit der AS Monaco, dem FC Porto und Besiktas warten gleich drei Schwergewichte des europäischen Fußballs auf die Mannen von RB Leipzig, die nach einer fulminanten Saison 2016/17 in diesem Jahr erstmalig in der Champions League vertreten sind. Drei Vereine, deren Regsamkeit auf dem diesjährigen Sommertransfermarkt kaum unterschiedlicher hätte ausfallen können. FT nimmt die Transferaktivitäten der Kontrahenten genauer unter die Lupe und startet mit dem ersten Gegner AS Monaco.

Beim ersten Heimspiel auf internationalem Parkett darf sich RB Leipzig direkt mit einem absoluten Kracher messen. Mit der AS Monaco findet einer der Vorjahreshalbfinalisten den Weg in die Red Bull Arena, der in der abgelaufenen Spielzeit mit erfrischendem Offensivfußball und gnadenloser Effektivität vor dem Tor zu überzeugen wusste.

Das Gesicht der Rot-Weißen hat sich in diesem Jahr stark verändert. Der Erfolg der Vorsaison weckte Begehrlichkeiten seitens der internationalen Topklubs und so musste man im Fürstentum einen wahren Aderlass verkraften. Während kommende Weltstars wie Benjamin Mendy, Bernardo Silva, Kylian Mbappé oder auch Tiemoué Bakayoko das Stade Louis II verließen, investierte man rund 100 Millionen Euro der eingenommenen 180 Millionen in insgesamt zehn Neuzugänge – die Einnahmen für Mbappé in der nächsten Saison von bis zu 180 weiteren Millionen noch nicht einmal eingerechnet.

Die Rolle der Neuen

Etablieren konnten sich davon bislang nur Mittelfeldlenker Youri Tielemans und Angreifer Adama Diakhaby. Vor allem Letzterer wusste mit einem Treffer und zwei Vorlagen in vier Pflichtspielen direkt zu überzeugen. Während Stevan Jovetic, Terence Kongolo, Soualiho Meïté, Jordi Mboula und allen voran Königstransfer Keita Baldé noch ihren Platz im fürstlichen Ensemble suchen, überrascht Rückkehrer Rony Lopes (zuvor OSC Lille). Der 21-Jährige ergatterte direkt einen Stammplatz bei seinem Arbeitgeber und absolvierte bislang alle Pflichtspiele der Saison 2017/18 auf Rechtsaußen. Mit Schlussmann Diego Benaglio findet außerdem ein ehemaliger Bundesliga-Legionär den Weg zurück nach Deutschland. Der Schweizer muss sich jedoch mit dem Platz hinter Stammkraft Danijel Subasic begnügen.

In der Liga lief bis zum vergangenen Samstag alles nach Plan, ehe es nach vier Siegen in Folge eine derbe 0:4-Klatsche gegen den OGC Nizza setzte. Insgesamt präsentierte sich die AS aber abgesehen von diesem Schönheitsfehler wie auch im Vorjahr offensiv sehr durchschlagskräftig und hinten konzentriert. Allen voran Topstürmer Radamel Falcao zeigte sich mit sieben Treffern in fünf Ligaspielen bislang in absoluter Topform.

Die Roten Bullen erwartet zum Auftakt also direkt eine harte Nuss, bei der die Schlüsselspieler trotz namhafter Neuzugänge vor allem im alten Personal rund um Radamel Falcao, Mittlelfeldlenker João Moutinho oder auch Linksaußen Thomas Lemar verankert sind.

So könnte Monaco spielen