Mit seinen 13 Saisontreffern hat Serie A-Toptorjäger Krzysztof Piatek die internationale Gerüchteküche mächtig zum Brodeln gebracht. Nachdem in einem ersten Atemzug das Interesse von Borussia Dortmund, Bayern München und anderen Topklubs bekannt wurde, werden mittlerweile auch Atlético Madrid (‚Gazzeta dello Sport‘), der FC Chelsea (‚Express‘), der SSC Neapel sowie der FC Barcelona (‚Sport‘) von den europäischen Blättern gehandelt.

Doch was ist dieser Piatek für ein Spieler? Vor wenigen Wochen jedenfalls noch kein sonderlich bekannter. Die 4,5 Millionen Euro, die Genua im Sommer an Cracowia Krakau überwies, sind für einen Klub aus der polnischen Ekstraklasa zwar ein stolzer Transfererlös, sicherlich aber keine Summe, die das volle Potenzial des 23-Jährigen erkennbar gemacht hat.

Parallelen zu Robert Lewandowski

Unweigerlich drängt sich ein Vergleich mit Landsmann Robert Lewandowski auf, der für eine ähnliche Summe 2010 zu Borussia Dortmund wechselte und damals auch noch nicht den Sprung zum Weltklasseangreifer erahnen ließ. Vor allem im ersten Bundesligajahr hatte der heutige Stürmerstar von Bayern München sichtbare Probleme, sich an die Gangart in einer europäischen Topliga zu gewöhnen.

Von Anlaufschwierigkeiten will Piatek hingegen nichts wissen. Ganz im Gegenteil: Selten ist ein Spieler aus einer kleineren Liga derart durchgestartet wie der frischgebackene polnische Nationalspieler. Mit der Kombination aus Robustheit, Schnellig- und Wendigkeit sowie vorzüglicher Technik ist er extrem durchsetzungsstark. Zum Leidwesen der Serie A-Verteidiger, die bereits neun Piatek-Tore hinnehmen mussten.

Hält der Shootingstar seine Form, wird er wohl nicht mehr allzu lange in Genua spielen. Bereits jetzt kursiert die Zahl von 60 Millionen Euro. Damit dürfte das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht sein.