Fábio Silva von den U19-Junioren des FC Porto weiß, wo das Tor steht: Fünf Tore in acht UEFA Youth League-Partien unterstreichen diese These. Darüber hinaus lieferte der 16-Jährige vier Torvorlagen.

Gute Leistungen registriert

Auch über die portugiesischen Landesgrenzen hinaus werden Silvas überzeugenden Auftritte wahrgenommen. Mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen buhlen allein fünf deutsche Klubs um die Dienste des Teenagers. Alle genannten Vereine können dem Mittelstürmer eine langfristige Perspektive bieten. Dazu winkt in Zukunft aller Voraussicht nach internationaler Fußball.

Erschwingliche Ablöse

Bayern und Co. wissen um die dynamische Klausel des 1,85 Meter großen Sturmtanks. In diesem Sommer wäre Silva aufgrund einer Ausstiegsklausel für eine Ablöse über zehn Millionen Euro zu haben. Ein Jahr darauf verfünffacht sich sein Passus auf 50 Millionen Euro. Daher ist Eile geboten.

Derweil möchte Silvas Arbeitgeber Porto den Kontrakt frühzeitig verlängern und die jeweiligen Klauseln nach oben anpassen. Der Vater des Wunderknaben soll in der Zwischenzeit diversen Spielerberatern in Europa die Vollmacht erteilt haben, einen neuen Klub ausfindig zu machen.

Gemischte Erfahrungen

In der aktuellen Zeit wäre ein Zehn-Millionen-Investment kein allzu großes Risiko. Besonders Leipzig und Frankfurt hielten in der jüngeren Vergangenheit Ausschau nach portugiesischen Talenten. Nachdem die Sachsen bereits Bruma im Sommer 2017 verpflichteten, wollten Rangnick und Co. Úmaro Embaló aus der U19 von Benfica Lissabon mehrfach unter Vertrag nehmen. Der 17-Jährige entschied sich jeweils gegen einen Wechsel.

Mit Gonçalo Paciência hat die Eintracht einen guten Transfergriff getätigt. Der Mittelstürmer kämpft mit dem Sturmtrio um Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller um einen Stammplatz. Weniger gute Erfahrungen hat der Traditionsverein hingegen mit Spielmacher Chico Geraldes gemacht. Der 24-Jährige wechselte nach einer halbjährigen Leihe und null Einsatzminuten zurück zu Stammverein Sporting Lissabon.

Wertsteigerung garantiert

Trifft Silva weiter wie am Fließband, wird der Rechtsfuß nicht mehr lange zu halten sein. Denn auch in den portugiesischen U-Nationalmannschaften zeigt er sich treffsicher. Insgesamt 13 Tore stehen nach 28 Begegnungen zu Buche.

Auch im heutigen Youth League-Finale (18 Uhr) gegen die U19-Mannschaft des FC Chelsea will Silva Werbung in eigener Sache betreiben. Gelingt ihm ein weiterer Gala-Auftritt wie gegen Tottenham (Achtelfinale) und Hoffenheim (Halbfinale), stehen nicht nur die deutschen Topklubs zukünftig Schlange.