Die inzwischen sechseinhalbjährige Beziehung zwischen Klaas-Jan Huntelaar und dem FC Schalke 04 geht in der Rückrunde wohl in ihren letzten Akt. Der hoch dotierte Kontrakt des Niederländers läuft aus. Und kaum etwas spricht derzeit dafür, dass Königsblau diesen noch einmal verlängert. Zwar besitzt sein Arbeitspapier einen Passus, demzufolge sich dieser automatisch um ein Jahr ausdehnt, sofern er die Hälfte aller Pflichtspiele in dieser Saison absolviert. Dass er dies packt, ist aufgrund seiner Gesundheitssituation aber unwahrscheinlich. Nur in neun von 24 Partien stand der 76-fache Nationalspieler der Niederlande (42 Tore) in dieser Spielzeit auf dem Platz.

Das wiederum könnte Manager Christian Heidel und der Kaderplanung des FC Schalke 04 durchaus in die Karten spielen. Denn die rund sieben Millionen Euro Gehalt des Torjägers würde man gerne anderweitig einplanen. Zu oft war Huntelaar in der jüngeren Vergangenheit verletzt. Zu schlecht ist seine Torquote. Dass sich die Wege am Saisonende trennen, dafür spricht auch die Verpflichtung von Guido Burgstaller. Bis 2020 unterschrieb der österreichische Neuzugang in Gelsenkirchen. Würde man noch auf den Niederländer setzen, wäre ein Leihspieler womöglich die sinnvollere Option gewesen.

Wir hätten sehr, sehr gerne einen gesunden Klaas Jan Huntelaar, losgelöst von seinem Vertrag. Er kann Schalke 04 noch immer helfen. Wir wünschen uns, dass er bald wieder dabei ist und Vollgas gibt. Freibriefe gibt es für niemanden, auch für Huntelaar nicht und das beansprucht er auch nicht. Zum gegebenen Zeitpunkt sitzen wir zusammen und reden über die Zukunft“, erklärt Heidel der ‚Bild‘. Ausklingen lassen könnte der 33-Jährige seine Karriere bei seinem Ex-Klub Ajax Amsterdam, der zuletzt nachdrücklich sein Interesse an einer Rückkehr bekundete. Finanziell lukrativere wäre aber sicher ein Wechsel in die USA oder nach China.