Abseits-Chaos in Leicester

Bis zur Nachspielzeit sah es nach einem ehrenwerten Punkt für den FC Everton beim Tabellenzweiten Leicester City aus. Doch dann machten der Linienrichter und Kelechi Iheanacho den Toffees einen Strich durch die Rechnung. Als Everton schon den Schlusspfiff herbeisehnte, machte sich der Nigerianer noch einmal auf den Weg und besorgte das späte 2:1 für die Foxes. Zum Ärger der Toffees hob der Linienrichter allerdings schon einige Sekunden vor dem Torabschluss seine Fahne und verursachte damit, dass die halbe Hintermannschaft Evertons stehen blieb. Nach Prüfung durch den VAR stellte sich dann heraus,dass Iheanacho nicht im Abseits stand und das Tor zählte. Im Anschluss daran tobt die englische Presse heute. Der ‚Daily Express‘ nennt es einen „VAR Crash“. Die ‚Daily Mail‘ befürchtet derweil die Entlassung von Marco Silva, der mit seinen Toffees eine Saison zum Vergessen erlebt.

Messi mit dem goldenen Tor

In einem schön anzusehenden Fußballspiel setzte Lionel Messi gestern wieder einmal einen genialen Schlusspunkt. Im Zusammenspiel mit Luis Suárez erzielte der Argentinier den Siegtreffer, der dafür sorgt, dass der Titelkampf in LaLiga richtig spannend bleibt. „Hay pelea“ – „Es gibt einen Titelkampf“ titelt die ‚as‘. Zwei Wochen vor dem Clásico sind der FC Barcelona und Real Madrid punktgleich. Mit Blick auf den Ballon d’Or, der am heutigen Abend verliehen wird, steht für die spanische Presse fest, dass Messi den Titel verdient hätte. Sowohl die ‚Mundo Deportivo’ als auch die ‚Sport‘ küren Messis Tor zum „Gol de Oro“. Die ‚Marca‘ wird noch konkreter und spricht schon vom „Balón de Oro“. Sollte sich La Pulga heute Abend die begehrte Auszeichnung sichern können, wäre es bereits das sechste Mal.

Führungswechsel in Italien

Obwohl Juventus Turin in dieser Spielzeit noch kein Spiel verloren hat, steht die Alte Dame nicht mehr an der Tabellenspitze der Serie A. Das Unentschieden (2:2) gegen US Sassuolo nutzte Inter Mailand und überholte die Turiner in der Tabelle. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge steht das Team von Trainer Antonio Conte nun einen Punkt vor Serienmeister Turin. Nach dem Führungswechsel nennt der ‚Corriere dello Sport‘ Inters bisherige Saison „überwältigend“. Weiter vergleicht das Blatt Motivator Conte mit einem „Pyrotechniker“, ein passender Vergleich für den exzentrischen Italiener. Anders liest sich die Headline der ‚Tuttosport‘. Dort wird von Juve gefordert, nun richtig zu „beschleunigen“. Auch in Italien ist der Meisterschaftskampf hochspannend.