Vor knapp zwei Wochen kam der langersehnte Anruf. Der nigerianische Nationaltrainer Stephan Keshi teile Imoh Ezekiel mit, dass er für das Länderspiel Anfang März gegen Mexiko nominiert ist. Im US-amerikanischen Georgia wird der hochgelobte Stürmer somit aller Voraussicht nach für die ‚Super Eagles‘ gegen die starken Mexikaner debütieren. Wahrscheinlich noch gerade rechtzeitig um das Ticket für die WM in Brasilien zu lösen.

Ezekiel kam im Winter 2012 zu Standard Lüttich. Scouts des belgischen Renommier-Klubs entdeckten den gerade einmal 1,70 Meter großen Stürmer beim nigerianischen Klub 36 Lions FC aus der Millionen-Metropole Lagos. Der in Europa völlig unbekannte 18-Jährige brauchte seine Zeit, um in Belgien Fuß zu fassen. In seiner ersten Saison schaffte es der Rechtfuß lediglich sieben Mal in den Kader.

Nach der Eingewöhnungsphase startete der wuselige Stürmer in Belgien aber voll durch. In der vergangenen Saison gelangen Ezekiel in 22 Spielen 14 Tore sowie fünf Torvorlagen. In der laufenden Saison konnte sich der trickreiche Mittelstürmer bereits neun Mal in die Torschützenliste eintragen und acht weitere Treffer auflegen.

Die Spielweise des 20-jährigen erinnert stark an Obafemi Martins. Auch wenn der frühere Stürmer von Inter Mailand und vom VfL Wolfsburg deutlich bulliger gebaut ist, sind beide Mittelstürmer vergleichbar trickreich und antrittsschnell. Die beiden Nigerianer verbindet zudem neben der Körpergröße und dem Geburtsort eine unglaubliche Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Trotz seiner für einen Mittelstürmer eher geringen Größe ist Ezekiel dazu durchaus kopfballstark. Auffallend ist sein perfektes Timing im Luftkampf, das ihn oftmals im entscheidenden Moment das Kopfballduell gewinnen lässt.

Mit 20 Jahren wird der Stürmer noch einige Möglichkeiten bekommen, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Wenn ein Fußballer aber kurz vor der WM-Endrunde in der Nationalmannschaft debütiert, kann er sich berechtigte Hoffnungen machen auch im Sommer den Sprung in der Kader zu schaffen. Gegen Mexiko kann Ezekiel seinen Nationaltrainer von seinen so hochgelobten Fähigkeiten überzeugen.



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