Nach monatelangen Ermittlungen führte die belgische Polizei laut Nachrichtenagenturen 44 Hausdurchsuchungen durch, darunter bei zehn Vereinen der Jupiler Pro League. Verwickelt seien unter anderem Dortmunds Champions League-Gegner FC Brügge, Rekordmeister RSC Anderlecht, Standard Lüttich und Royal Antwerpen. Auch diverse Schiedsrichter wurden in Gewahrsam genommen.

Bei den Ermittlungen der belgischen Staatsanwaltschaft geht es laut öffentlicher Mitteilung um Geldwäsche, Korruption und organisiertes Verbrechen und mögliche Spielmanipulationen. Daran sollen auch einige Spielerberater wie Mogi Bayat sowie Journalisten beteiligt gewesen sein.

Ende 2017 ging die belgische Bundespolizei Hinweisen auf verdächtige Transaktionen in der ersten Liga auf den Grund. Nach aktuellem Kenntnisstand sind einige Spiele der Saison 2017/18 von einer kriminellen Vereinigung verschoben worden. Zudem haben wohl einige Spielervermittler unabhängig voneinander Transaktionen durchgeführt, um dem Finanzamt Einnahmen aus Provisionen vorzuenthalten.