Ausgebildet bei Eintracht Frankfurt, machte Marko Marin seine ersten Gehversuche im Profibereich bei Borussia Mönchengladbach. 2005 wechselte der wuselige Blondschopf für 20.000 Euro von der SGE an den Niederrhein. Angekommen in der Bundesliga begann die Zeit des heute 25-Jährigen durchaus verheißungsvoll. Seine Dynamik, seine schnellen Richtungswechsel sowie seine technische Beschlagenheit ließen zumindest ein kleines Stück weit an den jungen Lionel Messi erinnern.

Nachdem der im ehemaligen Jugoslawien geborene Offensivspieler bei der Borussia zum Nationalspieler avanciert war, wechselte er für 8,2 Millionen Euro zu Werder Bremen. Auch an der Weser legte Marin fulminant los. In seiner ersten Saison gehörte er zu den herausragenden Spielern der Bundesliga, erzielte vier Treffer selbst und bereitete bärenstarke 14 vor. Darauf folgten allerdings zwei Spielzeiten mit mäßigen Leistungen.

Umso überraschter war zumindest die deutsche Fußballwelt, als der große FC Chelsea plötzlich lockte und den Ex-Nationalspieler für acht Millionen Euro nach London holte. Seitdem plätschert die Karriere des einst so talentierten Mittelfeldakteurs vor sich hin. Mittlerweile gilt Marin schon als gescheitert – mit 25. Der Ex-Gladbacher darf sichzwar Champions League-Sieger nennen. Wirklichen Anteil am Erfolg hatte er aber nicht.

Ist Belgien schon die letzte Chance?

Im Sommer holte der Flügelfloh als Leihspieler mit dem FC Sevilla die Europa League. Aber auch bei den Andalusiern spielte der 16-fache Nationalspieler kaum eine Rolle. Seit Sommer versucht Marin sein Glück als Leiharbeiter in der Toskana – der nächste traurige Tiefpunkt. In der Serie A durfte er unter Vincenzo Montella nicht eine einzige Minute ran. Lediglich in der Europa League kam der Edeltechniker zu vier Einsätzen und immerhin zwei Treffern.

Eigentlich bis Sommer an die ‚Fiorentina‘ ausgeliehen, steht Marin nun vor seiner nächsten Herausforderung. Wie die belgische Tageszeitung ‚Het laatste Nieuws‘ berichtet, wird der 25-jährige Offensivakteur bis Saisonende von Chelsea an den RSC Anderlecht ausgeliehen. Der belgische Rekordmeister sichert sich zudem eine Kaufoption.