23 Spiele, 16 Tore, zehn Vorlagen: Nicolas Pépé ist eine der Attraktionen der laufenden Ligue 1-Saison. Die Leistungsexplosion des Flügelstürmers hängt ganz entscheidend mit seinen vorherigen Entscheidungen zusammen. Im Interview mit ‚France Football‘ bezieht der 23-Jährige Stellung.

Derzeit geht es bergauf, es kann aber auch schnell wieder bergab gehen“, sagt Pépé, „ich muss beide Füße auf dem Boden behalten“. Dabei verweist er auf Negativbeispiele aus der Vergangenheit: „Ich verstehe manch andere Spieler nicht. Sie gehen ins Ausland, verirren sich dort und kommen schlechter wieder zurück.“

„Ich habe einen Karriereplan“

Der Ivorer will anders vorgehen: „Ich schaue auf diese Beispiele, um nicht den selben Fehler zu begehen. Egal wie viel man mir bietet, ich will einen Schritt nach dem anderen machen. Ich habe einen Karriereplan, an den ich mich halten will. Ich habe keine Eile, das Beste steht mir noch bevor.“

Hintergrund: Schon 2016/17 wollte sich Pépé lieber beim kleinen Klub SCO Angers weiterentwickeln. Anschließend folgte der Zwischenschritt Lille. Im Sommer fragte dann mit Olympique Lyon der nächstgrößere Klub an. Pépé lehnte ab und ist diesem Kaliber mittlerweile schon entwachsen.

Genauso wie Schalke 04, das Interesse zeigte. Pépé kostet mittlerweile 80 Millionen Euro und ist für viele Klubs damit viel zu teuer. Sportdirektor Luís Campos sagt: „Es ist selten, einen Spieler mit diesem Profil zu finden. Und was selten ist, ist teuer. Deswegen sprach ich von über 80 Millionen.“

Zahlreiche Interessenten

Der Portugiese weiter: „Die großen Vereine haben verstanden, dass Pépé einen Platz in ihren Kadern finden wird. An dem Tag, an dem er bei einer Top-Mannschaft sein wird, wird er explodieren.“ Der FC Bayern beobachtet den Linksfuß schon eine ganze Weile, auch Borussia Dortmund wurde bereits mit Pépé in Verbindung gebracht.

Darüber hinaus gab es auch schon Gerüchte um die englischen Topklubs Manchester City, FC Chelsea und FC Arsenal sowie den FC Barcelona und Atlético Madrid. Die Zeit scheint reif, dass Pépé im Sommer den nächsten Schritt macht. Doch wer weiß, vielleicht sieht der Karriereplan auch ein weiteres Jahr in Lille vor.