Eigentlich bedurfte es nicht noch der Weltmeisterschaft, um zu erkennen, dass Ivan Rakitic ein ausgezeichneter Fußballer ist. Doch diese Tatsache hinderte den Kroaten nicht daran, auch in Russland zu glänzen. Mit seinem kongenialen Partner Lukas Modric dominierte der 30-Jährige das Mittelfeld.

Für den Anschluss sah Rakitics Plan vor, in seine fünfte Saison mit dem FC Barcelona zu starten und noch einmal einen Anlauf auf den Champions League-Titel zu nehmen. Doch nun könnten zwei französische Klubs den gebürtigen Schweizer zum Umdenken bewegen.

Klausel in bezahlbarer Höhe

Das zumindest berichtet die ‚Mundo Deportivo‘. Demnach sind Paris St. Germain und die AS Monaco sehr interessiert, sogar von Offerten für den Kroaten ist die Rede. Dem Blatt zufolge sind die beiden Topklubs der Ligue 1 die einzigen Klubs, die in der Lage sind, die festgeschriebene Ablöse von 125 Millionen Euro zu zahlen.

Eine Summe, die für einen 30-Jährigen natürlich beträchtlich ist. Angesichts der derzeit kursierenden Mondpreise jedoch relativiert wird. Die ‚Mundo Deportivo‘ schreibt jedenfalls, dass PSG und Monaco bereit sind, den vertraglich festgelegten Preis auf den Tisch zu legen.

Problem für die Franzosen: Rakitic will Barça in diesem Sommer gar nicht verlassen. Es bedürfte wohl einiger Überzeugungsarbeit, um den Rechtsfuß von einer Zukunft in der Ligue 1 zu überzeugen. Sein Vertrag im Camp Nou ist noch bis 2021 datiert. Unter Ernesto Valverde ist der Spielmacher gesetzt.

X-Faktor Pogba

Zum Zünglein an der Waage könnte jedoch mit Paul Pogba ausgerechnet ein Franzose werden. Angeblich ist sich der Weltmeister mit Barça über eine Zusammenarbeit einig, Manchester United verweigert jedoch die Freigabe. Kommt es wider Erwarten doch noch zu einem Deal mit dem Mittelfeldspieler, würde natürlich auch Rakitic davon betroffen sein.

UnwahrscheinlichFT-Meinung: Monaco könnte sich dank immenser Transfereinnahmen einen Rakitic-Kauf wohl leisten und sucht auch nach erfahrenen Spielern – allerdings wäre der Klub aus dem Fürstentum sportlich ein klarer Rückschritt für den Ex-Schalker. PSG sind dagegen die Hände gebunden. Der Scheichklub muss die Bedingungen des Financial Fairplay wahren, um keine Strafen der UEFA befürchten zu müssen. Wahrscheinlich stecken sie die noch liquiden Millionen in einen Kauf von Jérôme Boateng.