Vergangene Woche bat Thomas Tuchel seine Spieler von Paris St. Germain zum Aufgalopp. Neymar aber blieb dem Start der Vorbereitung fern. Es war die erste medienwirksame Aktion des Nationalspielers, um seinen Wechselabsichten Nachdruck zu verleihen.

Am Wochenende nun legte Neymar nach. Auf Nachfrage, welche sportlichen Höhepunkte seiner Karriere er nie vergessen werde, nannte er als zweites Highlight ausgerechnet den 6:1-Sieg mit dem FC Barcelona über seinen heutigen Arbeitgeber Paris St. Germain. Man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass diese Schmach den PSG-Anhängern noch heute Schmerzen bereitet.

Am heutigen Montag hat Neymar nun die Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass sich die Fronten weiter verhärten. Der Offensivspieler wird zu einer medizinischen Untersuchung am Trainingszentrum erwartet. Wie die ‚L’Équipe‘ berichtet, ist es aber durchaus denkbar, dass Neymar auch zu diesem Termin nicht erscheint.

Seine Bosse würde er damit weiter unter Druck setzen. Denn eine Vorbereitung voller Unruhe und Störfeuer will man in Paris eigentlich vermeiden. Eine schnelle Lösung des Neymar-Problems zeichnet sich aber keineswegs ab. Das Traumziel des Dribbelkünstlers ist der FC Barcelona. Die Katalanen haben zum aktuellen Zeitpunkt aber gar nicht die finanziellen Mittel, um einen Deal in dieser Größenordnung zu stemmen. In Paris muss man sich also bis auf weiteres auf turbulente Zeiten einstellen.