Auf dem Feld läuft bei Paris St. Germain alles rund. Mit dem 4:1 gegen Stade Rennes gelang am gestrigen Montag der dritte Sieg binnen einer Woche. Hinter den Kulissen ist die Situation aber nicht so rosig. Das liegt insbesondere an der dünnen Personaldecke.

Thomas Tuchel weiß wie kein anderer um die Problematik. Insbesondere auf der Sechser-Position drückt der Schuh. Nachdem man sich verschiedenen Optionen widmete (Idrissa Gueye, Julian Weigl, Allan, Abdoulaye Doucouré), führt die heißeste Spur mittlerweile zu Leandro Paredes von Zenit St. Petersburg.

40+5 Millionen

PSG hat mit den Russen eine Vereinbarung über 40 Millionen Euro Ablöse plus fünf Millionen Boni getroffen, war zu lesen. Auch der Medizincheck soll schon in Katar über die Bühne gegangen sein. Tuchel hatte obendrein bereits am Samstag angekündigt, den Deal am Wochenende abschließen zu wollen.

Die Bestätigung des Transfers lässt trotzdem noch auf sich warten. Gestern reagierte der Coach schließlich mit Galgenhumor. „Ich warte auf ihn, doch ich finde ihn hier nicht. Ich suche überall nach ihm. In der Kabine, in der Küche, aber er ist nicht da. Wir müssten anfangen zu weinen“, witzelte Tuchel bei ‚Canal +‘.

Anschließend wurde der gebürtige Stuttgarter wieder ernster. Neben Paredes hofft der Trainer „noch auf einen anderen Spieler“. Allerdings müsse ein Schritt nach dem anderen gegangen werden. Später unterstrich Tuchel nochmal: „Wir brauchen Spieler, um die Motivation hochzuhalten. Was soll noch passieren, damit wir neue Spieler bekommen?

Engpass im Mittelfeld

Hintergrund: Adrien Rabiot wurde vom Verein in die zweite Mannschaft verbannt, da er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern will. Zudem fehlt Marco Verratti verletzungsbedingt. Auf der Sechs liefen zuletzt Offensivspieler Julian Draxler, Innenverteidiger Marquinhos und Außenverteidiger Dani Alves auf. Superstar Neymar wird darüber hinaus eine ganze Weile verletzt fehlen.

Die Uhr tickt für PSG. Am Donnerstagabend (0 Uhr) schließt in Frankreich das Transferfenster. Tuchel wird weiter auf das Gaspedal drücken, damit sein Sportdirektor Antero Henrique ihm noch den ein oder anderen Wunsch erfüllt. Nur so wäre PSG für den Champions League-Kracher gegen Manchester United gut gewappnet.