In der langen Liste der Kandidaten für die Außenbahnen beim FC Bayern München taucht auch Florian Thauvin auf. Der Shootingstar von Olympique Marseille verbuchte in dieser Saison bereits 13 Treffer und elf Vorlagen in 24 Partien. Im Sommer könnte er den zweiten Anlauf in einer anderen Liga wagen. Ein Gastspiel bei Newcastle United endete vor zweieinhalb Jahren mit der baldigen Rückkehr in die Ligue 1.

Günstig zu haben wäre der 25-jährige Linksfuß, der in seiner Spielweise an Arjen Robben erinnert, allerdings nicht. In einem Frage-Antwort-Spiel der Sendung ‚Téléfoot‘ deutete dies OM-Präsident Jacques-Henri Eyraud an. Auf die Fragen des Moderators, ob Thauvin für 100 respektive 150 Millionen Euro auf dem Markt wäre, antwortete Eyraud jeweils mit einem klaren „nein“. Gleiches erwiderte der Vereinsboss auf die Nachfrage, ob der FC Bayern ihn wegen Thauvin bereits kontaktiert habe.

Bayern plant Kaderaufstockung

Eine Kontaktaufnahme bezüglich Thauvin wäre zukünftig allerdings keine Überraschung. Denn neben Kingsley Coman und Leihrückkehrer Serge Gnabry soll ein weiterer Mann für die offensiven Flügel kommen. Das würde die Gesamtzahl der Außenstürmer auf fünf anwachsen lassen.

Eyraud sagt über Thauvins Zukunft: „Gratulation an ihn und seinen Coach. Er befindet sich absolut im Aufstieg. Ich mag seine Karriere, seine Mentalität. Ich mag, dass er sich nach seinem ersten England-Aufenthalt infrage gestellt hat. Ich weiß nicht, ob es einen zweiten geben wird. Er stammt aus Marseille und ist stolz darauf.“ An den französischen Traditionsverein ist Thauvin noch bis 2021 gebunden. Unverkäuflich scheint der zweifache Nationalspieler jedoch nicht.

FT-Meinung: Thauvin bleibt ein interessanter Spieler für die Bayern. Dabei dürfen die jüngsten Aussagen von Eyraud durchaus als Ablösepoker verstanden werden. Summen im dreistelligen Millionenbereich sind utopisch. In solche Sphären würde ein Thauvin-Transfer nicht vordringen.