Dass Stefan Kutschke im Sommer nicht dauerhaft zu Dynamo Dresden wechselte, lag nach eigener Aussage nicht an ihm. „Was heißt denn verraten? Angenommen, ich wäre ablösefrei gewesen, sage immer, ich bleibe in Dresden und entscheide mich dann kurzfristig für etwas anderes, dann wäre der Vorwurf für mich nachvollziehbar[…] Es wird oft vergessen, dass ich nur aus Nürnberg ausgeliehen war“, sagt der 28-Jährige der ‚Sport Bild‘. Der Torjäger war vergangene Saison vom 1. FC Nürnberg an die SGD verliehen, deren glühender Anhänger der Dresdner schon zu Jugendzeiten war.

Gerne hätte Dynamo ihn fest angestellt, man habe aber die Ablöse nicht zahlen können, heißt es. Für 1,2 Millionen Euro (kann auf bis 1,8 Mio. anwachsen) wechselte Kutschke schließlich zum FC Ingolstadt, auf den die Sachsen am Samstag treffen. Anders als der Spieler schildert SGD-Sportdirektor Ralf Minge die Situation: „Ich weiß, dass Stefan auf die Dinge eine andere Sichtweise hat. Aber ich habe mit den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg die klare Absprache getroffen, dass wir uns erst mit Stefan einigen. Und an dieser ersten Hürde sind wir bereits gescheitert denn Stefan hat leider unser Angebot nicht angenommen. Das ist und bleibt ein Fakt.“ Soll heißen: Der Wechsel scheiterte an den Gehaltsvorstellungen des gebürtigen Dresdners.