Jürgen Klopp schildert, warum der FC Liverpool trotz seiner persönlichen und zuvor kundgetanen Abneigung gegen die heutigen Ablösesummen kräftig investiert hat. „Ich hatte damals eine Meinung zu diesen Summen, aber seitdem ist wahnsinnig viel passiert. 2017 ging Neymar nach Paris, Philippe Coutinho und Ousmane Dembelé wechselten für sehr viel Geld nach Barcelona und Kylian Mbappé für sehr viel Geld nach Paris. Das hat das Ding geöffnet, das Geld ist auf dem Markt“, erläutert der Trainer der Reds im Interview mit dem ‚kicker‘.

Ein Befürworter des modernen Ablöse-Wuchers ist Klopp damit jedoch nicht, wie er klarstellt: „Das sage ich nicht. Ich mag das immer noch nicht, aber meine Verpflichtung Nummer eins ist, den Verein maximal erfolgreich zu machen. Und unsere Mannschaft zu verstärken ist mittlerweile nicht mehr so leicht. Es kommt ganz selten vor, dass du einen siehst und sagst: Wow, der kostet fast nichts und hilft uns – den nehme ich.“ Rund 180 Millionen Euro gab Liverpool im abgelaufenen Transferfenster aus. Keiner anderer Premier League-Klub investierte mehr.