In der Posse um Leon Bailey und sein abgesagtes Länderspieldebüt für Jamaika hat sich Rudi Völler zu Wort gemeldet. „Die ganze Aktion ist alles andere als glücklich gelaufen. Wir werden uns in den nächsten 14 Tagen in aller Ruhe mit Leons Vater zusammensetzen, alles durchgehen und sehen, wie es weitergeht. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen“, zitiert der ‚kicker‘ den Geschäftsführer Sport von Bayer Leverkusen, „wir alle – und besonders das Trainerteam – sind gefordert, Leon wieder dahinzubekommen, wo er mal war, als er als Topspieler die Bundesliga aufgemischt hat.“

Bailey war in der jüngsten Länderspielpause erstmals von seinem Heimatland Jamaika nominiert worden, verweigerte schlussendlich jedoch den Einsatz für den Inselstaat. Als Grund dafür nannte der 21-Jährige in einem Interview mit ‚Jamaica Gleaner‘ die Nichtberücksichtigung seines Halbbruders Kyle Butler, dessen Nominierung Bailey versprochen worden sei. Sein Stiefvater Craig Butler, der des Öfteren schon negativ aufgefallen ist, meldete sich prompt via Facebook zu Wort und erklärte, sein Sohn sei falsch zitiert worden. Eine Richtigstellung ließ Butler jedoch vermissen – insgesamt eine fragwürdige Aktion von Bailey und seiner Entourage.