Die rassistischen Vorfälle beim gestrigen Länderspiel zwischen Bulgarien und England ziehen personelle Konsequenzen nach sich. Wie der bulgarische Fußballverband BFS verkündet, ist Verbandspräsident Borislav Mihailov zurückgetreten. Dies sei eine Reaktion „auf jüngste Spannungen, die eine Umgebung geschaffen hatten, die gegenläufig zu den Interessen des bulgarischen Fußballs läuft.“

Laut der ‚dpa‘ hatte zuvor Krassen Kralew, der Sportminister des Landes, im Auftrag von Regierungschef Boiko Borissow bei der BFS den Rücktritt von Mihailov gefordert. Dem Verband wurde mit dem Entzug aller staatlicher Zuwendungen gedroht, wodurch die Verantwortlichen schließlich einknickten. Teile der Fans hatten beim gestrigen Heimspiel der bulgarischen Nationalmannschaft (0:6) englische Spieler wiederholt rassistisch beleidigt. Daraufhin musste das Spiel zweimal unterbrochen werden.