Im Provisionszoff zwischen dem 1. FC Köln und Berater Giacomo Petralito – der Agent fordert eine Vermittlungsgebühr von zwei Millionen Euro für den Comeback-Transfer von Anthony Modeste – wird nun Fabio Cannavaro eingeschaltet. „Das Landgericht Köln hat im Rechtsstreit der Petralito Sport Service GmbH gegen den 1. FC Köln einen Beweisbeschluss verkündet. Hiernach soll auch der italienische Weltmeister von 2006, Fabio Cannavaro, als Zeuge vernommen werden“, zitiert die ‚Bild‘ das Kölner Landgericht. Cannavaro war bei Tianjin als Trainer tätig, als Modeste im Sommer 2017 kam. Am 4. Juni soll der Weltmeister von 2006 ins Rheinland kommen.

Agent Petralito behauptet, den Italiener von einem Modeste-Deal überzeugt zu haben. Das Gericht: „Hierin soll zunächst geklärt werden, ob der Geschäftsführer der Klägerin den damaligen Trainer des FC Tianjin, Fabio Cannavaro, von einer Verpflichtung des Spielers Modeste überzeugt und insbesondere Zweifel an dessen sportlichen Qualitäten im Vergleich zu anderen Stürmern ausgeräumt hat.“ Und weiter: „Auch habe der Zeuge Cannavaro eine Verpflichtung des Spielers Modeste nur dann in Betracht gezogen, wenn die Vermittlung durch den Geschäftsführer der Klägerin erfolge. Schließlich soll durch die Beweisaufnahme geklärt werden, ob der Zeuge Cannavaro im Verein überhaupt in der Position war, über die Verpflichtung von Spielern maßgeblich zu entscheiden.“