Wenn man Dani Alves vom FC Barcelona Glauben schenkt, hatte der brasilianische Fußballverband die Möglichkeit, Pep Guardiola zum Nationaltrainer zu machen. „Ich erzähle keine Lügen, wenn ich sage, dass Pep Guardiola vor der WM in Brasilien unsere Nationalmannschaft trainieren wollte“, sagt der Rechtsverteidiger gegenüber ‚ESPN‘, „Pep sagte, er wolle uns zum Weltmeister machen. Er hatte schon seine Mannschaft im Kopf und sich bereits eine vollständige Strategie ausgedacht.“ Zu diesem Zeitpunkt war Guardiola gerade in seinem Sabbatjahr.

Der Verband entschied sich angeblich gegen den heutigen Trainer des FC Bayern München, weil dieser kein Brasilianer ist. „Sie haben das nicht gewollt. Die Ausrede, ihn nicht zu verpflichten, war die, dass man nicht wisse, wie das Land reagieren würde“, fährt Alves fort. Am Geld ist die Verpflichtung wohl nicht gescheitert: „Es ging nicht einmal ums Geld. Er wollte nur das erreichen, worauf ganz Brasilien gehofft hatte. Seine Absicht war es, erst Geld zu kassieren, wenn er das erwartete Ergebnis lieferte. Wir kann man sich so eine Möglichkeit durch die Finger gehen lassen?" Statt Guardiola saß beim Turnier in Brasilien Luiz Felipe Scolari auf der Trainerbank. Die ‚Seleção‘ scheiterte mit einer denkwürdigen 1:7 Niederlage im Halbfinale an Deutschland.