Die Gräben in der Führungsetage von Dynamo Dresden sind offenbar tiefer als bislang angenommen. „Diese Disharmonie auf der Geschäftsstelle zieht sich inzwischen wie ein Riss durch die Gremien des Vereins“, bestätigt SGD-Präsident Andreas Ritter gegenüber der ‚Bild‘, erklärt aber: „Das ist ein großes Missverständnis. Es ging nie um die Entlassung von Ralf Minge oder Michael Born. Allerdings müssen wir das Problem jetzt anpacken. Der Aufsichtsrat hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Am vergangenen Spieltag ergriffen die Dynamo-Ultras Partei und schlugen sich im Machtkampf zwischen Minge und Born mit einem Spruchband auf die Seite des langjährigen Vereinsidols: „Ralf Minge – unantastbar!“ Der Sportdirektor zeigte sich von den Treuebekundungen der Fans beeindruckt: „Ich wusste von dem Fan-Banner im Vorfeld nichts. Es beschäftigt mich allerdings sehr. Ich sehe in der nächsten Aufsichtsratssitzung enormen Klärungsbedarf.“ Hintergrund der Streitigkeiten war, dass es zu massivem Ärger zwischen Geschäftsführer Born und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle kam. Minge hatte sich dabei voll hinter die Mitarbeiter gestellt.