Der ehemalige Trainer des FC Liverpool Gérard Houllier gibt Einblick in den gescheiterten Transfer von Christiano Ronaldo im Jahr 2003. Gegenüber dem ‚Liverpool Echo‘ bestätigt der Franzose konkrete Überlegungen, den hochveranlagten Angreifer zu verpflichten. Auf Liverpooler Seite zeigte man sich begeistert über die Fähigkeiten und das Talent des damals 18-Jährigen. Die Verpflichtung schien nur noch Formsache. Aber dann erfuhren die Engländer von den exorbitanten Gehaltsforderungen Ronaldos. „Wir hatten ein Gehaltsgefüge und wollten nicht das geforderte Gehalt zahlen“, so Houllier über das Scheitern der Verhandlungen.

Der ehemalige Coach weiter: „Aber ich war einverstanden damit, die Lohnstruktur nicht aufzubrechen. Ich dachte es würde Probleme in der Umkleidekabine verursachen.“ Stattdessen verpflichteten die Liverpooler Harry Kewell. Manchester United sicherte sich kurz darauf Ronaldos Dienste. Der Australier Kewell wurde zwar Publikumsliebling an der Anfield Road, war aber verletzungsanfällig und schaffte es nie, ein Topstar zu werden. Anders verlief bekannterweise der Werdegang des Portugiesen. Er zeigte starke Leistungen für ManUnited und wechselte im Jahr 2009 zu Weltklub Real Madrid. Dort wurde er unter anderem viermal Weltfußballer und dreifacher Champions League-Sieger.