Benedikt Höwedes hat den Umgang mit Talenten im Profifußball kritisiert. „Demut würde manchen jungen Spielern ganz gut tun. Das Problem ist meist, dass viele junge Spieler verhätschelt werden. Es wird ihnen erzählt: ,Du bist der Beste, du bist der Beste’ Und das gleich von fünf Mannschaften, weil alle dieses eine Talent haben wollen. Wenige trauen sich, zu sagen: ‚Du machst nicht alles gut. Das hier sind deine Schwächen. Daran musst du arbeiten‘“, äußert sich der Innenverteidiger des FC Schalke 04 gegenüber dem ‚Redaktionsnetzwerk Deutschland‘ und kritisiert: „Ein 17-Jähriger sollte keine zwei Millionen Euro im Jahr verdienen. Das sind Summen, die utopisch für dieses Alter sind. Damit zurechtzukommen, ist nicht einfach.

Laut dem Kapitän der Schalker ist das Leben eines Profifußballer nicht so einfach, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird: „Man lebt als Profi ohnehin in einer Parallelwelt, weil man in diesen Gehaltsregionen liegt, in der Öffentlichkeit steht, weil jeder einen kennt. Man lebt kein normales Leben mehr. Ich versuche, normal zu leben. Ich fahre auch mal mit der Bahn, gerade weil mich dort keiner erwartet. Wenn man aber mit dem Lamborghini über die ,Kö‘ fährt, dann denken die Leute natürlich gleich: ,Hm, wer könnte das wohl sein?‘ Wenn man einen Lamborghini fährt, darf man sich auch nicht beschweren, wenn man angesprochen wird.