Heribert Bruchhagen will sich von einer möglichen Debatte um Trainer Markus Gisdol nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir werden eine Trainer-Diskussion nicht verhindern können, wenn es weitere Niederlagen gibt“, sagt der HSV-Vorstandsboss zur ‚Hamburger Morgenpost‘, betont aber zugleich: „Das Entscheidende ist doch, dass wir uns überhaupt nicht daran beteiligen, mit keinem Satz. Weil jeder Satz irgendwie eine Fortsetzung nach sich zieht. Da machen wir nicht mit.“ Öffentliche Debatten „gehören dazu“, so Bruchhagen, „bei uns aber gibt es sie nicht. Ich habe so viele Jahre im Abstiegskampf hinter mir, ich lasse mich sicher nicht aus der Ruhe bringen.“

Nach fünf Pleiten aus den zurückliegenden sechs Partien steht der Hamburger SV auf Platz 15 der Bundesliga. „Natürlich analysieren wir die Dinge gewissenhaft“, beteuert Bruchhagen, der Gisdol aber noch seine Rückendeckung zusichert. „Es ist Fakt, dass wir in Osnabrück, Hannover oder Mainz gegen Gegner verloren haben, gegen die das nicht nötig gewesen wäre. Da müssen wir Antworten finden, warum das so war“, kündigt der 69-Jährige an. Gisdol hatte die Rothosen im September des vergangenen Jahres übernommen, sein Vertrag an der Elbe läuft bis 2019.