Martin Kind hat zu verstehen gegeben, dass er von vornherein einen Wechsel von Horst Heldt zum 1. FC Köln ausschloss. „Es gibt immer Situationen, in denen man konsequent analysieren und entscheiden muss“, äußert sich der Präsident von Hannover 96 gegenüber der ‚Sport Bild‘, „die Planungen für die Rückrunde und die neue Saison sind bei uns schon deutlich diskutiert und Vorentscheidungen getroffen worden. Das hat Horst Heldt mit der sportlichen Abteilung zu verantworten. Er hat die Scoutingabteilung neu aufgebaut. Darüber hinaus: Verträge sind zu erfüllen. Ich habe vom ersten Moment an zum Ausdruck gebracht, dass eine Freigabe nicht erfolgt. Er hat meine Begründung akzeptiert, vielleicht kann er auch zu Hannover 96 schnell eine solche Liebe entwickeln.

Nach dem Abstieg 2016 hatte Kind auch Salif Sané die Wechselfreigabe verweigert. Die richtige Entscheidung, wie der direkte Wiederaufstieg in diesem Sommer bewies: „Martin Bader wollte durch den Verkauf die Verluste nach dem Abstieg/Wiederaufstieg ausgleichen, das war eine ehrenwerte Überlegung. Aber meine Analyse war eine andere. Ich habe damals klar definiert: Wir wollen und müssen sofort wieder aufsteigen. Bei der Analyse der Struktur und der Potenziale der Mannschaft kam ich zur klaren Erkenntnis: Salif Sané war der Leistungsträger. Sein Verkauf hätte unser Ziel deutlich infrage gestellt. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen, das habe ich auch Sané klargemacht – sensibel, aber konsequent. Mit Härte geht das nicht, Härte baut Positionen und Konfrontationen auf. Am Ende hat er seinen Vertrag sogar verlängert, und wir haben den Wiederaufstieg geschafft.