Der Transfer von Paulinho zum FC Barcelona schlägt derart hohe Wellen, dass sich die Katalanen gezwungen sehen, ihn öffentlich zu verteidigen. In einem offiziellen Statement lässt Barça verlauten, dass der Kauf des Brasilianers für 40 Millionen Euro von Guangzhou Evergrande aus rein sportlichen Gründen erfolgte. In spanischen Medien war zuvor berichtet worden, dass Klubpräsident Josep Maria Bartomeu den Transfer nur eingefädelt hätte, um seiner privaten Firma, die in China geschäftlich aktiv ist, einen Vorteil zu verschaffen.

Barça weist diese Vorwürfe entschieden zurück und droht Medienanstalten, die von dem Thema berichten, mit Konsequenzen. Helfen wird dies den Katalanen und insbesondere Bartomeu aber kaum. Die Reputation des Klubpräsidenten hat in den vergangenen Wochen stark gelitten. Der Verkauf von Neymar und die Verpflichtung von Paulinho, der der viertteuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte ist, stoßen den Fans sauer auf. In sozialen Medien kursiert das Hashtag #BartomeuDimissio, mit dem die Anhängerschaft die Entlassung des Präsidenten fordert.