Manuel Neuer will nicht leugnen, dass es nach der WM-Auftaktniederlage gegen Mexiko (0:1) hinter den Kulissen heiß herging. „Wir hatten eine Sitzung und haben uns ehrlich die Meinung gesagt. Es hat geknallt. Die Spieler, die nicht gespielt haben, haben sich voll reingehauen. Wir haben uns die Meinung gesagt und dabei kein Blatt vor den Mund genommen“, berichtete der DFB-Kapitän auf der heutigen Pressekonferenz, „so stark war die Kommunikation noch nie. Wir haben erfahrene Spieler. Es zieht sich keiner aus der Verantwortung. Jetzt muss von uns Spielern etwas kommen. Die Mannschaft glaubt daran, dass wir uns für die K.O.-Phase qualifizieren.“

Für die desolate Leistung gegen die Mittelamerikaner hat Neuer keine Erklärung: „Gegen Mexiko hat uns der Mut und das Selbstverständnis, das Vertrauen gefehlt. Keine Ahnung, warum. Es gibt keine Spaltung im Team, wir sind eine Mannschaft. Die Hauptursache liegt bei uns Führungsspielern. Es geht nicht um eine Personaldiskussion, sondern darum, ob jeder bereit ist, alles zu geben. Alle Spieler brennen. Jeder will zum Einsatz kommen.“