Alexander Rosen hat in einem ausführlichen Interview die Transferstrategie der TSG Hoffenheim dargelegt. „Wenn man im Detail auf unseren letztjährigen Kader blickt, so ist zwar festzustellen, dass wir zwei Stammspieler verlieren, aber trotzdem der Kern des erfolgreichen Teams erhalten bleibt. Darüber hinaus haben wir durch die langfristigen Vertragsverlängerungen von Baumann, Zuber, Demirbay, Amiri und zuletzt Wagner frühzeitig starke Zeichen gesetzt. Und es ist nicht davon auszugehen, dass unsere Spieler bei der intensiven Arbeit von Julian und seinem Team schlechter werden oder weniger erreichen wollen“, zitiert die offizielle Webseite des Bundesligisten den 38-jährigen Manager. Rosen erklärt, dass es inzwischen auf dem Transfermarkt sehr anspruchsvoll geworden sei, da mit RB Leipzig eine weitere Mannschaft oben mitmischt, der man finanziell nicht das Wasser reichen könne. „Es gibt nun sieben Klubs, die sich bei den Ausgaben für den Lizenzspieleretat in einer anderen Liga bewegen.

Der Manager sieht die TSG dennoch hervorragend für die Zukunft aufgestellt: „Man muss nur einmal an Spieler wie Nadiem Amiri oder Kerem Demirbay denken: junge, offensive deutsche Nationalspieler. Da kommt keiner auf die Idee, ‚nur‘ zehn Millionen zu bieten. Nun arbeiten wir daran, gleichzeitig weiteres Potenzial zu gewinnen und den sportlichen Erfolg auf höchstmöglichem Level zu halten.“ Die Kraichgauer verfügen inzwischen über eine Vielzahl junger, vielversprechender Talente, die der Manager als Vermögenswerte ansieht, die zu gegebener Zeit in Transfererlöse umgewandelt werden können. „Aktuell stellt es sich so dar, dass wir über eine Vielzahl an Spielern mit konkreten Anfragen verfügen, die alle in den achtstelligen Bereich gehen. Wenn wir wollten, könnten wir problemlos Transfererlöse zwischen 50 und 100 Millionen Euro generieren. Das wollen wir natürlich nicht, aber die Tatsache, dass wir Spieler mit diesen Marktwerten in unserem Kader haben, ist unter der Berücksichtigung des Mitteleinsatzes ohne Zweifel außergewöhnlich und eine Bestätigung unserer Arbeit“, erklärt Rosen.