Der Transfer von Rafael Leão zu OSC Lille geht vor die FIFA. „Angesichts des inakzeptablen Verhaltens, das uns von OSC Lille und dem Berater und Vater des Spielers Rafael Leão entgegengebracht wurde, hat der Vorstand von Sporting Lissabon einstimmig entschieden, eine Beschwerde bei der FIFA einzureichen, mit dem Ziel eine Kompensationszahlung in Höhe der vertraglich vereinbarten Ausstiegsklausel in Höhe von 45 Millionen Euro einzufordern, aber auch sportliche Sanktionen gegen LOSC und den Spieler zu erwirken“, heißt es in einem offiziellen Statement von Sporting Lissabon.

Leão war einer von mehreren Spielern, die nach einer Hooligan-Attacke ihren Vertrag bei den Portugiesen auflösten. Sporting zweifelt die Rechtmäßigkeit dieser einseitigen Kündigung an. Beim Transfer von Gelson Martins zu Atlético Madrid reichte der Klub ebenfalls bereits eine Beschwerde bei der FIFA an. Leão sorgte auch in Deutschland für Schlagzeilen, als er eigenständig nach Dortmund reiste und sich dort fotografieren ließ, um Gerüchte um einen Wechsel zum BVB anzufeuern. Interessiert waren die Schwarz-Gelben am 19-Jährigen jedoch nie.