Um ein Haar wäre Tim Wiese im Jahr 2012 bei Real Madrid gelandet. „Ich erinnere mich noch gut an damals, als ich vor einem Wechsel zu Real Madrid stand. Es war nicht bloß ein Gerücht, wie viele dachten. José Mourinho telefonierte mit mir und wollte mich damals unbedingt zu den Königlichen holen“, erzählt Wiese im Gespräch mit ‚Sport1‘. Der damalige Real-Trainer sei „total nett“ gewesen: „Er sagte mir, dass er mich haben will, ich mich beweisen kann – und dass es einen fairen Zweikampf mit Iker Casillas geben soll. Auch Reza (Fazeli, Berater) war der Meinung, dass es eine Riesenchance sei.“

Statt nach Madrid wechselte Wiese schließlich von Werder Bremen zur TSG Hoffenheim. Grund war vor allem Reals Vereinsikone Iker Casillas und die Sorge vor einem Bankplatz: „Er war in Madrid ein heiliggesprochener Torwart. Mein Berater (Roger Wittmann, Anm. d. Red.) sagte mir nach dem Gespräch mit Mourinho, dass bei solchen Personal-Geschichten immer Reals Präsident entscheide.“ Rückblickend bereut Wiese die Entscheidung gegen Real: „Das war im Nachhinein der größte Fehler in meiner Karriere. Aber ein Battle mit Casillas wäre fast aussichtslos geworden. Die Entscheidung gegen Real habe ich bitter bereut – spätestens nach dem Pokalspiel mit Hoffenheim in der ersten Runde beim Berliner AK, als wir 0:4 untergegangen sind. Da habe ich nur gedacht: ‚Scheiße‘.