Rudi Völler fürchtet nicht grundsätzlich um die Attraktivität der Bundesliga. Millionenschwere Abgänge wie die von Ousmane Dembélé oder Pierre-Emerick Aubameyang könnten aufgefangen werden. „Es kommen immer wieder gute Spieler nach. Da mache ich mir gar keine Sorgen. Nehmen wir mal das Jahr 1990, als wir Weltmeister wurden. Zwei Drittel der Spieler spielten damals in Italien. In der Bundesliga ging es trotzdem vernünftig weiter. Es wurden andere geholt. So machen wir es heute auch. Wir haben gerade bei den jungen Spielern auf der ganzen Welt einen guten Namen. Sie sind unsere Stars von morgen“, erklärt der Sportdirektor von Bayer Leverkusen im Interview mit der ‚Sport Bild‘.

Gleichwohl übt Völler Kritik am internationalen Abschneiden der Bundesligisten. „Das ist unbefriedigend für den deutschen Fußball, ganz klar. Das muss wieder besser werde“, räumt Völler ein. Ein Beispiel solle sich das deutsche Oberhaus an der spanischen Liga nehmen: „Wir müssen diesen Wettbewerb annehmen wie die Spanier. Die treten jedes Jahr an, um den Titel zu holen. Die schonen sich nicht, rotieren nicht in der Europa League. Da müssen wir hinkommen.“