Luca Waldschmidt hat den Hamburger SV unter anderem deswegen verlassen, weil ihm das Vertrauen in seine Fähigkeiten gefehlt hat. „Das ist ja in allen Bereichen so: Wenn du eine Mathe-Aufgabe fünfmal rechnest, wird sie einfacher, als wenn du sie nur einmal rechnest und sie dann erst im Test wieder drankommt. Mir hat die Spielpraxis gefehlt, um die Sicherheit auf dem Platz zu haben“, zitiert die ‚Sport Bild‘ den Neuzugang des SC Freiburg. Auch die öffentliche Kritik von Trainer Christian Titz habe Waldschmidt missfallen: „Diese Aussage blieb natürlich im Hinterkopf. Auch, als ich mich wieder rangekämpft hatte. Und dann gehst du nicht so frei auf den Platz, als wenn du weißt: Du darfst Fehler machen und es wird dir nicht übelgenommen.“

Per Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro wechselte der 22-jährige Angreifer diesen Sommer in den Breisgau. Waldschmidt erzählt, wie der Transfer ablief: „Wir hatten immer wieder Kontakt, und bereits im Winter stand der Wechsel kurz bevor. Wenn man so lange Kontakt hält, muss Vertrauen dahinterstecken, und das hat mich überzeugt.“ Waldschmidt freut sich auf den neuen Karriereabschnitt beim SCF: „Jeder weiß ja, dass es in Freiburg etwas ruhiger zugeht als bei anderen Bundesligisten. Es ist alles sehr familiär, jeder kennt hier jeden. Außerdem soll hier Fußball gespielt werden, das liegt mir.“