Hans-Joachim Watzke sieht die Jugendarbeit im deutschen Fußball kritisch. In der ‚Bild‘ sagt der Geschäftsführer von Borussia Dortmund: „In der deutschen Talentförderung sind wir ein wenig vom guten Weg abgekommen. Ich habe momentan nicht das Gefühl, dass wir hier richtig gut aufgestellt sind. Gerade bei den 16- bis 20-Jährigen habe ich den Eindruck, dass wir ein bisschen schwächer geworden sind. Wir holen ja jetzt auch schon teilweise sehr junge Spieler aus dem Ausland wie zum Beispiel Jadon Sancho.“

Watzke führt aus: „Ich halte es für die größte sportliche Herausforderung, unser gesamtes Jugend-Konzept auf den Prüfstand zu stellen. Ökonomisch halte ich es für die größte Herausforderung, dass wir unseren eigenen Weg weitergehen. Dass wir frei von Abhängigkeiten bleiben und der Fußball bezahlbar bleibt und die hohe Akzeptanz, die er jetzt hat, behält.“ Mit Christian Pulisic, Marcel Schmelzer, Dzenis Burnic, Marco Reus, Mario Götze und Jacob Bruun Larsen stehen aktuell sechs Profis im BVB-Kader, die zuvor bereits in Jugend-Auswahlteams der Schwarz-Gelben aufliefen.