Viele Spieler und Fans beim Hamburger SV reagierten auf die Entlassung von Christian Titz mit Unverständnis und Sympathie-Bekundungen für ihren Ex-Coach. Für Neu-Trainer und Nachfolger Hannes Wolf ist das kein Problem, wie er im Interview mit der ‚Hamburger Morgenpost‘ klarstellt: „Die vorhandene Loyalität zu Christian ist doch völlig normal. Sie haben ja auch nicht nur einen Freund. Dass er gehen musste, dafür kann ich ja nichts. Ich wurde total offen empfangen.“ Kontakt zu Titz habe Wolf bislang nicht gehabt.

Etwaige Störgeräusche lassen den 37-Jährige ohnehin kalt: „Die Unterstützung für den Verein ist großartig. Es geht nur um die Mannschaft und die Art, wie wir spielen wollen. Da stecke ich alles rein, um erfolgreich zu sein. Aber natürlich will ich für die Leute auch greifbar sein. Wir wollen den Weg gemeinsam gehen. Aber das Lob und die Anerkennung der Fans sollte man genauso wenig persönlich nehmen, wie die Abneigung im Misserfolg. Das wäre sonst sehr ungesund.“ Seine ersten vier Spiele als HSV-Trainer konnte Wolf gewinnen. Die Rothosen führen die Tabelle der zweiten Liga aktuell an.