Erling Haaland ist im kommenden Sommer deutlich günstiger zu haben als bislang angenommen. Aus einem Bericht der ‚Sport Bild‘ geht hervor, dass im noch bis 2023 datierten Vertrag des 19-jährigen Torjägers von RB Salzburg eine Ausstiegsklausel von „nur“ 30 Millionen Euro verankert ist. Zuletzt waren bereits dreistellige Millionenbeträge als potenzielle Ablöse für den kantigen Mittelstürmer gehandelt worden.

Vater und Berater Alf-Inge Haaland lässt gegenüber der ‚Sport Bild‘ durchblicken: „Red Bull hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es ein bodenständiger Verein ist. Wenn der Klub in Zukunft Spieler verpflichten will, kann er ihnen keine idiotischen Preise auferlegen. Dann will niemand mehr dorthin.“ 30 Millionen wären angesichts von Haalands Entwicklungspotenzial dagegen alles andere als „idiotisch“.

Drei Bundesligisten im Rennen

Die interessierten Bundesligisten FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig wären in 100-Millionen-Sphären wohl aus dem Rennen gewesen. Die neue Sachlage bringt das Trio aber wieder ins Spiel. Und dass Haaland 2020 tatsächlich in der Bundesliga landet, ist alles andere als abwegig. Denn Haaland senior empfiehlt seinem Sohn einen Zwischenschritt – etwa in Deutschland – bevor er sich seinen Traum von der Premier League erfüllt, so die ‚Sport Bild‘.

Besonders gute Chancen auf einen Haaland-Coup hat aktuell wohl Leipzig. Die Sachsen kennen den Linksfuß schon lange und überlegten offenbar schon im vergangenen Sommer, den Norweger als Nachfolger von Timo Werner zu verpflichten, ehe der deutsche Nationalstürmer seinen Vertrag doch noch verlängerte. Außerdem ist der Dienstweg zwischen den Red Bull-Filialen Salzburg und Leipzig bekanntermaßen ziemlich klein.

FT-Meinung: Haaland gehört zweifelsfrei zu den spannendsten Talenten Europas. Angesichts seiner geringen Klausel müssen die drei Bundesliga-Topklubs fast zwangsläufig alles in die Waagschale werfen, um den Zuschlag im Rennen um den Teenager zu erhalten. Es könnte auf ein spannendes Hauen und Stechen hinauslaufen. Die Konkurrenz um Manchester United & Co. ist aber natürlich auch nicht zu unterschätzen.