Die Pfiffe und Beleidigungen bei seiner Auswechslung gegen Crystal Palace (2:2) ließ Granit Xhaka nicht auf sich sitzen. „Fuck off“, entgegnete der Arsenal-Kapitän den eigenen Fans, während er aufreizend langsam vom Platz schlich.

Am gestrigen Mittwochabend – mehr als eine Woche später – passierte dann das, was unausweichlich geworden war. Trainer Unai Emery setzte Xhaka als Spielführer ab, Pierre-Emerick Aubameyang führt die Gunners künftig auf den Platz.

Doch damit nicht genug: Bei den beiden jüngsten Begegnungen im Ligapokal in Liverpool (9:10 n.E.) und gegen Wolverhampton (1:1) stand Xhaka ebenso wenig im Kader wie im heutigen Europa League-Spiel gegen Vitória Guimarães.

Stammplatz futsch?

Der Schweizer habe seine Entscheidung zwar „akzeptiert“, wie Emery preisgab. Jedoch fürchtet Xhaka wohl zurecht um seinen Stammplatz. Die seriöse englische ‚Times‘ hält einen Abgang im Januar deshalb für wahrscheinlich.

Als potenzielles Ziel nennt die Tageszeitung eine Rückkehr nach Deutschland. Zwischen 2012 und 2016 lief Xhaka in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach auf, entwickelte sich kontinuierlich weiter und wechselte schließlich für 35 Millionen Euro zu Arsenal.

FT-Meinung: Als deutschsprachiger und ebenso robuster wie passsicherer Sechser stünde Xhaka quasi jedem Bundesligisten gut zu Gesicht. Allerdings kassiert der 27-Jährige noch bis 2023 mehr als sechs Millionen Euro pro Jahr. Diese Summe könnten nur die wenigsten Teams aus Deutschland aufbringen. Dazu gehören mit Sicherheit der FC Bayern und Borussia Dortmund.