Wild gestikulierend versuchte Alexis Sánchez in der Partie gegen den FC Bayern seine Mannschaft nach vorne zu peitschen – vergeblich. Allein auf weiter Flur sah er sich dem Defensivverbund der Münchener ausgesetzt. Trotz aller Bemühungen des Chilenen setzte es schlussendlich eine donnernde 1:5-Pleite für den FC Arsenal. Ein Ergebnis, das für Sánchez offenbar das Fass zum Überlaufen brachte.

Die ‚Sun‘ berichtet, dass sich der Angreifer entschieden hat, die Gunners im Sommer zu verlassen. Seit Monaten buhlte Arsenal-Coach Arsène Wenger um eine Verlängerung von Sánchez‘ 2018 auslaufendem Vertrag. Insbesondere Juventus Turin soll ein Auge auf den 28-Jährigen geworfen haben. Sollte Sánchez im Sommer verfügbar werden, dürfte aber noch eine Reihe weiterer Klubs im Emirates auf der Matte stehen.

Wenger bezieht Stellung

Sánchez ist nicht der einzige prominente Name, der den Londonern im Sommer den Rücken kehren könnte. Auch Coach Wenger selbst sieht laut ‚Daily Mirror‘ den geeigneten Zeitpunkt gekommen, um seine fast 21-jährige Ära beim englischen Topklub zu beenden. Nach der Abreibung gegen die Bayern muss sich der Elsässer harscher Kritik erwehren. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Auf der Pressekonferenz vor dem FA Cup-Match gegen Sutton United am kommenden Montag bezog Wenger Stellung: „Egal was passiert: Ich werde in der nächsten Saison trainieren. Ob hier oder an einem anderen Ort.“ Eine Entscheidung werde er im März oder April fällen. „Ich habe mit dem Vorstand gesprochen. Aber ich werde nicht verraten, wie sie meine Zukunft sehen.“

Özil-Zukunft hängt an Wenger

Von Wengers Entscheidung hängt auch die Zukunft von Spielmacher Mesut Özil ab. Auch bei ihm könnte die Bayern-Schlappe die Erkenntnis hervorgerufen haben, noch einmal den Verein wechseln zu müssen, um weitere große Titel absahnen zu können. Bereits vor rund einem Monat knüpfte der deutsche Nationalspieler eine mögliche Verlängerung seines ebenfalls 2018 auslaufenden Vertrags an Wenger.

Özil bestätigte im Januar gegenüber dem ‚kicker‘: „Der Klub weiß, dass ich vor allem wegen Arsène Wenger hier bin, der mich geholt hat, dessen Vertrauen ich genieße. Der Klub weiß auch, dass ich erst einmal Klarheit haben möchte, was der Trainer macht.“ Damit muss sich der Linksfuß wohl noch etwas gedulden.

Heißes ThemaFT-Meinung: Arsenal droht im Sommer der Verlust seiner zwei Superstars. Dass in beiden nach der schwachen Vorstellung in München der Gedanke gereift ist, einen Wechsel anzustreben, klingt plausibel. Insbesondere im Fall von Özil hängt die Entscheidung jedoch von Wenger ab. Verlässt der Coach die Gunners, steht ein ganz großer Umbruch ins Haus.