Dem Offensivfeuerwerk des FC Arsenal hatte die Chelsea-Defensive letztlich wenig entgegenzusetzen. Vor allem in puncto Geschwindigkeit waren die Blues-Verteidiger deutlich unterlegen. 0:3 hieß es am Samstag im Stadtduell gegen die Gunners. Eine herbe Pleite, die beim FC Chelsea dafür gesorgt hat, dass Trainer Antonio Conte der Wunsch nach weiteren Verstärkungen für die Abwehr mit Verspätung gewährt wird.

Schon im Sommer forderte der Italiener einen neuen Außenverteidiger. Abdul Rahman Baba wurde durch Marco Alonso ersetzt, der aber bislang weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Und auch David Luiz, der von Paris St. Germain an die Stamford Bridge zurückkehrte, darf getrost als Notlösung bezeichnet werden. Leonardo Bonucci (Juventus Turin) und Kalidou Koulibaly (SSC Neapel) galten eigentlich als Wunschspieler, waren aber nicht zu haben.

Zwei sollen gehen, drei kommen

Der FC Chelsea plant nun offenbar, Versäumtes im Winter nachzuholen. Laut einem Bericht der ‚Daily Mail‘ wächst das Interesse an den beiden Premier League-erfahrenen Michael Keane vom FC Burnley und Ben Gibson vom FC Middlesbrough. Beide repräsentieren zwar keine gehobene internationale Klasse wie Bonucci oder Koulibaly, könnten die wackelnde Blues-Hintermannschaft aber stabilisieren. Insgesamt, so heißt es in der Zeitung, sollen bis zu drei Neue verpflichtet werden.

Den Hut nehmen könnten im Gegenzug zwei Altgediente, die nicht nur gegen Arsenal einige Schwächen offenbarten. Gary Cahill, dessen hanebüchener Fehler zum 0:1 durch Alexis Sánchez führte, ist laut ‚Daily Mail‘ ein Wackelkandidat. Und auch Rechtsverteidiger Branislav Ivanovic zählt aufgrund mangelnder Geschwindigkeit zu den Spielern, die damit rechnen müssen, auf den Transfermarkt verschoben zu werden, so das Boulevardblatt.

FT-Meinung: Conte hat die Blues gerade erst übernommen. Dennoch ist enttäuschend, dass er es bislang nicht geschafft hat, ihnen neue defensive Stabilität einzuhauchen. Ob die Verpflichtung zweier britischer Abwehrkanten wie Keane oder Gibson die Qualität deutlich anheben würde, ist fraglich. Fakt ist: Auf Conte wartet noch viel Arbeit – und bis zum Januar muss er ohnehin mit dem vorhandenen Spielermaterial auskommen.