Dass Diego Costa nicht immer ein pflegeleichter Profi ist, weiß man nicht erst seit gestern. Aus sportlicher Sicht ist der Brasilianer mit spanischem Pass, der in dieser Saison bereits 14 Mal traf, für den FC Chelsea jedoch unverzichtbar. Dennoch könnte den Blues der Abgang ihres Torjägers bevorstehen. Costa hat sich mit Trainer Antonio Conte überworfen.

Was war passiert? Laut der ‚BBC‘ soll es am gestrigen Freitag zwischen Costa und einem Athletiktrainer des Vereins zu einem Streit gekommen sein. Thema sei die offenbar mangelnde Fitness Costas gewesen. Laut ‚Sky Italia‘ soll der Streit zwischen den beiden derartig eskaliert sein, dass sich Conte gezwungen sah einzugreifen. Mit den Worten „Go to China“ soll er Costa weggeschickt haben – eine Anspielung auf dessen kolportiertes Vertragsangebot aus China, das ihm ein Gehalt von über 30 Millionen Euro jährlich einbringen soll.

Seitdem herrscht zwischen Conte und Costa eisige Stimmung. Beim Auswärtsspiel gegen Leicester City am heutigen Samstagabend verzichtet der Italiener komplett auf seinen Stürmer. Costa trat die Reise zu den Foxes gar nicht erst an. Es ist unklar, ob die Suspendierung des 28-Jährige auf weitere Partien ausgedehnt wird. Eine offizielle Mitteilung zum Thema veröffentlichte Chelsea bisher noch nicht.

Gerüchte um Nachfolger

Laut ‚Sky Sports‘ befindet sich Costas Berater Jorge Mendes derzeit in China, um über einen Transfer seines Klienten zu verhandeln. Allzu große Sorgen müssen sich die Blues-Fans aber offenbar nicht machen. Laut übereinstimmenden englischen Medienberichten hat Chelsea-Boss Roman Abramovich kein Interesse daran, Costa ziehen zu lassen. Dennoch wird in italienischen Medien bereits ein Nachfolger ins Gespräch gebracht. Laut ‚Calciomercato.com‘ soll sich Abramovich nach Álvaro Morata erkundigt haben.

FT-Meinung: Costa hat sich mit seinem Verhalten zumindest kurzfristig ins Abseits manövriert. Dass der FC Chelsea aber langfristig auf den Stürmer verzichten oder ihn gar schon im Winter abgeben wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Costas sportlicher Wert für die Blues ist schlicht zu hoch. Auch das Gerücht um Morata kann wohl ins Reich der Fabeln verbannt werden.