José Mourinhos Personalpolitik ist streitbar. Denn gemessen an den Millionensummen, die er zyklisch in den Kader pumpt, ist der Ertrag äußerst mäßig. Ein klares spielerisches Konzept kann man unter dem Portugiesen nicht erkennen. Um dennoch wieder zum großen Wurf auf internationaler Ebene ansetzen zu können, soll im Sommer erneut ein kleinerer Umbruch stattfinden.

Laut ‚Daily Mirror‘ stehen die beiden Urgesteine Chris Smalling und Phil Jones für den Sommer zum Verkauf. Beide spielen unter Mourinho zwar regelmäßig, genügen aber offensichtlich nicht den Ansprüchen von The Special One. Smalling spielt seit 2010 für die Red Devils, Jones stieß ein Jahr später zum Kader. Hinter den Ikonen Michael Carrick und Antonio Valencia zählen die beiden damit zu den dienstältesten United-Spielern.

Wer kommt dazu?

Doch wen will Mourinho im Sommer dazuholen, um die Qualität des Kaders tatsächlich noch einmal anzuheben? Jüngst machten Gerüchte um Harry Maguire von Leicester City die Runde. Der 24-jährige Engländer ist seit Oktober des vergangenen Jahres Nationalspieler und soll umgerechnet rund 56 Millionen Euro kosten.

Im Kampf um andere Stars wie Aymeric Laporte oder Virgil van Dijk hatte Mourinho zuvor gegen die direkte Konkurrenz den Kürzeren gezogen. Mit Eric Bailly, Victor Lindelöf und Marcos Rojo verfügt der ehemalige Real-Coach aber schon über ein Innenverteidiger-Trio, das insgesamt stolze 93 Millionen Euro Ablöse kostete.

FT-Meinung: Einen gewissen Aktionismus auf dem Transfermarkt kann man Mourinho ruhigen Gewissens unterstellen. Ob Maguire eine signifikante Steigerung gegenüber Smalling und/oder Jones wäre, ist eine berechtigte Frage. Deutlich problematischer als die vermeintlich mangelnde Qualität der Einzelspieler ist das fehlende Offensiv-Konzept im Old Trafford.