Riyad Mahrez ist Englands amtierender Fußballer des Jahres. Seine Vorgänger heißen Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, Luis Suárez oder Eden Hazard. Selten aber gewann ein Spieler die Auszeichnung der Professional Footballers’ Association (PFA), den zuvor niemand auf dem Zettel hatte. Zumal ein Spieler, dessen bisherige Karriere ganz andere Vorzeichen hatte als die seiner prominenten Vorgänger.

Noch vor sechs Jahren kickte Mahrez in Frankreichs vierter Liga im B-Team von AC Le Havre. 2011 gelang dem heute 25-Jährigen der Sprung in den Zweitligakader des Klubs aus der Normandie. Erst rund zweieinhalb Jahre später wurde Leicester City auf ihn aufmerksam. Aus Frankreichs zweiter Liga ging es in Englands Unterhaus. Es folgte ein steiler Aufstieg. Bis ganz nach oben, an die Spitze des englischen Fußballs.

Fünf europäische Topklubs dran

Vier Monate nach seiner Ankunft bei den ‚Foxes’ debütierte Mahrez für die Wüstenfüchse, Algeriens Nationalmannschaft. Mit Leicester glückte der Aufstieg, im Jahr darauf der Klassenerhalt. Was folgte, ist dem geneigten Beobachter des internationalen Fußballs nur allzu bekannt. Mahrez und Leicester drehten die Premier League auf links und schrieben ein modernes Fußballmärchen.

Doch wie es im schnelllebigen Milliardengeschäft Fußball so ist, droht das Überraschungsteam auseinandergekauft zu werden. Jamie Vardy steht vor einem Wechsel zum FC Arsenal, N’Golo Kanté weit oben auf dem Wunschzettel von Paris St. Germain. Und auch Mahrez ist – wen wundert es – europaweit begehrt.

Wie FT aus dem direkten Umfeld des Spielers erfahren hat, haben gleich fünf Topklubs konkretes Interesse bei Mahrez und seinem Berater hinterlegt. Dabei handelt es sich um Manchester City und United, den FC Barcelona, Atlético Madrid und Arsenal. Nach unseren Informationen plant der algerische Nationalspieler Leicester trotz Vertrags bis 2019 bei einem lukrativen Angebot zu verlassen. Und die Vorzeichen dafür stehen sicherlich nicht schlecht.