Schon bei der Weltmeisterschaft verzückte Eden Hazard als einer der besten Spieler des Turniers. In der laufenden Premier League-Saison konservierte der Offensivstar seine Form – und glänzt in neuer Rolle. Trainer Maurizio Sarri setzt den gelernten Linksaußen gerne als falsche Neun ein. So auch beim jüngsten 2:1-Sieg beim FC Watford, als Hazard seine Tore 100 und 101 für die Blues erzielte.

Nach der Partie am Boxing Day verkündete Hazard vor laufenden TV-Kameras, dass er in Zukunft „noch mehr Tore für diesen Klub schießen“ und versuchen wolle, „eine Legende wie Lampard, Terry oder Drogba“ zu werden. Durchaus spannende Aussagen, schließlich ist der Superstar nur noch bis 2020 an die Blues gebunden. Darüber hinaus flirtet er immer wieder heftig mit Real Madrid, das Hazards Wechselwunsch gerne erwidern würde.

Dessen vollmundige Worte hatten aber nur kurz Bestand. Denn schon wenige Minuten später sprach der Belgier ins nächste Mikrofon, dass er „ausschließlich auf das Spielfeld fokussiert“ sei. Die Vertragsverhandlungen liegen derzeit still. „Am Ende der Saison“ werde man schlauer sein. Durchaus widersprüchlich Aussagen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der 27-Jährige erst kürzlich sagte: „Ich habe Real Madrid immer geliebt.“

Zwei gegen einen?

Dass Hazard im Sommer also in die spanische Hauptstadt wechselt, ist alles andere als unwahrscheinlich. Real bastelt laut ‚Onda Cero‘ auch schon an einem interessanten Paket, um Chelsea von einer vorzeitigen Freigabe zu überzeugen. Dem spanischen Radiosender zufolge sind die Königlichen bereit, die Mittelfeldspieler Mateo Kovacic – derzeit schon von Real nach London verliehen – und Isco im Tausch gegen Hazard anzubieten. Ein verlockender Deal für Chelsea.

Die 1A-Lösung wäre es allerdings, Hazard zu binden. Aufgrund von Sarris offensivem Spielstil ist dies auch nicht unwahrscheinlich. Der Dribbler ist begeistert von seinem Trainer. Derzeit belegt Chelsea aber nur Rang vier in der Premier League. Die Rückkehr in die Champions League ist alles andere als sicher. Ob Hazard, der nächsten Monat 28 wird, weiter Aufbauarbeit leisten will, ist fraglich. Ein richtig großer Titel fehlt dem 98-fachen Nationalspieler schließlich noch. Die Chancen darauf wären bei Real wohl größer.