Zum fünften Mal in dieser Premier League-Saison blieb der Kasten von Bernd Leno im Tor des FC Arsenal sauber. Mit einem 2:0-Heimsieg gegen Manchester United schob man sich tabellarisch an den Red Devils vorbei und belegt aktuell den vierten Rang. Und mal wieder wusste einer zu überzeugen: Bernd Leno.

Glänzende Form

Nach einer unfassbaren Performance gegen Stadtrivale Tottenham Hotspur vergangene Woche folgte gestern gegen United die nächste Glanzleistung. Mit Sprechchören zeigten die Fans der Gunners, dass man mit der neuen Nummer eins höchstzufrieden ist.

Mit 233 Bundesligaspielen im Gepäck entschied sich Leno im vergangenen Sommer für den Schritt in die Premier League. 25 Millionen Euro wanderten dank einer Ausstiegsklausel aus dem Portemonnaie des FC Arsenal in Richtung Bayer Leverkusen. Eine Summe, die sich mit Blick seiner unzähligen Paraden jetzt schon ausgezahlt hat.

Rollentausch in der Saison

Anfangs gab es Zweifel, ob Leno sich auf Anhieb im Tor der Londoner durchsetzen würde. Sein Konkurrent bei den Gunners ist schließlich kein Geringerer als die tschechische Torwart-Legende Petr Cech. Und die Zweifel wurden zu Beginn der Saison bestätigt: Leno war nur in den Pokalwettbewerben gesetzt, Cech kam in den Ligaspielen zum Einsatz.

Doch wegen Lenos überzeugenden Leistungen wurden schnell die ersten Stimmen laut, die eine Wachablösung forderten. Unai Emery ließ Taten folgen: Seit dem siebten Spieltag hat sich die Arbeitsaufteilung geändert. Und von diesem Moment an gab es nie Zweifel an der Richtigkeit dieser Entscheidung.

FT-Meinung: Leno wagte das Abenteuer Premier League im Alter von 26 Jahren genau zur richtigen Zeit. Seit seinem Wechsel zu den Gunners hat sich Leno zu einem der besten auf seiner Position entwickelt. Zukünftig dürfte sich der Torhüter mit Marc-André ter Stegen auch um den Posten von Manuel Neuer im Tor der Nationalmannschaft duellieren.