Nach Champions League-Desaster: Mancini mit dem Rücken zur Wand

Nach Champions League-Desaster: Mancini mit dem Rücken zur Wand

08.11.2012 - 13:32 Fußball England » Premier League Kommentare

Roberto Mancini kritisiert die Transferpolitik von Manchester CityRoberto Mancini kritisiert die Transferpolitik von Manchester City©Maxppp

Zumindest auf europäischer Ebene befindet sich Manchester City in der Krise. Dem englischen Meister droht in der Königsklasse das vorzeitige Aus. Unter Druck steht allen voran Trainer Roberto Mancini. Der Italiener kritisiert den ehemaligen Geschäftsführer der Citizens wegen vermeintlichen Versäumnissen auf dem Transfermarkt.

Roberto Mancini steht nach dem 2:2-Unentschieden im Champions League-Heimspiel gegen Ajax Amsterdam unter Druck. Der amtierende englische Meister Manchester City rangiert in der so genannten Todesgruppe D nach vier Spieltagen mit zwei Punkten am Tabellenende. Die ‚Citizens‘ haben somit vor den letzten beiden Partien gegen Real Madrid und Borussia Dortmund nur noch theoretische Chance auf den Einzug in das Achtelfinale. „Es wird jetzt sehr schwierig. Vielleicht sind Real Madrid und Dortmund besser als wir. Auch Ajax hat uns überrascht“, erklärte der Italiener im Anschluss an die Partie.

Nach Informationen des ‚Daily Mirror‘ bittet der neue Geschäftsführer Ferran Soriano Mancini in den kommenden Tagen zum Rapport. Der ehemalige Angestellte des FC Barcelona leitet seit dem 1. September die wirtschaftlichen Geschicke des Premier League-Klubs und arbeitet eng mit dem neuen Sportdirektor Txiki Begiristain zusammen. Der 48-Jährige, von 2003 bis 2010 mitverantwortlich für den sportlichen Erfolg von ‚Barça‘, soll bei City vor allem für Nachhaltigkeit sorgen. Zwar steht Mancini nicht unmittelbar zur Disposition. Dennoch würde ein erneutes Scheitern in der Gruppenphase der Königsklasse die Position des 47-Jährigen schwächen.

Dem Bericht zufolge will Mancini sein Heil in der Flucht nach vorne suchen. Der Meistertrainer kritisiert für die abgelaufene Transferperiode Citys ehemaligen Geschäftsführer Brain Marwood und dessen zögerliche Haltung auf dem Transfermarkt. Mancini bemängelt, dass er keinen seiner Wunschspieler bekommen hat. Unter anderem hoffte der Italiener auf Robin van Persie, Eden Hazard und Javi Martínez.

Am 31. August investierten die ‚Skyblues‘ abermals rund 60 Millionen Euro in neues Personal. Dennoch sei der Kader Mancini zufolge qualitativ nicht breit genug besetzt, um der Doppelbelastung aus Premier- um Champions League gerecht zu werden.

Martin Müller-Lütgenau

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