In der nächsten Woche könnte sich entscheiden, ob der englische Transfermarkt künftig wieder zeitgleich mit dem Rest von Europa schließt. Am 12. September findet das Vorstandsmeeting der Premier League-Klubs statt, bei dem unter anderem das früh schließende Transferfenster ein Thema sein wird.

Tottenham-Coach Mauricio Pochettino bekräftigte bereits vor Wochen, wieder zum alten Modell zurückkehren zu wollen. „Ich denke, dass er (Tottenham-Chef Daniel Levy, Anm. d. Red.) und viele andere mittlerweile einsehen, dass es ein Fehler war. Ich hoffe, dass wir den Fehler in der nächsten Saison wiedergutmachen“, so der Spurs-Trainer.

Von den 20 teilnehmenden Klubs müssen elf für eine Regeländerung stimmen, um die vor zwei Jahren getroffene Entscheidung wieder zu kippen. Neben Tottenham Hotspur sind auch die beiden Vereine aus Manchester sowie der FC Liverpool daran interessiert. „Mir ist es egal, wann das Fenster schließt, aber es muss gleichzeitig mit den anderen schließen“, äußerte sich Jürgen Klopp zu dem Thema.

Nachteile trotz Top-Ausgaben

Dennoch scheint die frühzeitige Schließung des englischen Transferfensters die Premier League-Klubs nicht davon abgehalten zu haben, viel Geld auszugeben. Mit insgesamt 1,55 Milliarden Euro liegen die Ausgaben beispielsweise doppelt so hoch wie die der Bundesliga.

Doch trotz der Spitzenposition bei den Transferausgaben wurden auch die Nachteile der aktuellen Regelung sichtbar. Der Transfer von Romelu Lukaku von Manchester United zu Inter Mailand ging beispielsweise am englischen Deadline Day am 8. August über die Bühne. Zeit genug, einen Ersatz zu verpflichten, hatten die Red Devils nicht.

Zwar konnten englische Vereine ungewollte Spieler bis zum 2. September noch in ausländische Ligen abgeben, hatten aber selbst nicht mehr die Möglichkeit, bei Bedarf Ersatz zu holen. Ein Wettbewerbsnachteil, der schon im nächsten Sommer der Vergangenheit angehören könnte.